Die Schätze von Northern British Columbia

Die Schätze von Northern British Columbia

Von Karin Ochenbauer
 
Milchig-grün & Vergissmeinnicht-blau

„Die haben dort ein Museum um 6 Millionen Dollar hin gebaut und keiner weiß, dass es überhaupt existiert“. Die Worte einer Reiseteilnehmerin bei meiner letzten Tour in das Grizzly-Schutzgebiet von Khutzeymateen im Juni hatte ich amüsiert aufgenommen, aber da wusste ich auch noch nicht, dass ich kaum drei Monate später wieder „in der Gegend“ sein würde: Northern BC heißt diese Region im Norden von British Columbia, und wir wählen sie als Vorprogramm unser Tour zu den Geisterbären im Great Bear Rainforest. Also kontaktierte ich Liz, die das Museum erwähnt hatte, denn auch als geübter Googler war es mir zunächst nicht gelungen, dieses First Nations Museum auszuforschen – es handelt sich um das Nisga´a Museum in Greenville, 150 km nordwestlich von Terrace gelegen.

Von Terrace brechen wir um 10.00 morgens an einem dieser unglaublich klaren Herbsttage auf, um wenige Kilometer weiter und fern der Zivilisation in den Farbenreichtum Kanadas einzutauchen. Der tiefblaue Kaluma See wird gefolgt vom milchig-grünen Lava See, und 10 Fahrminuten vor der Kreuzung des Nisga´a Highways 113 stoppen wird beim „Vergissmeinnicht-Teich“. Während der Lava-See beim Ausbruch des Tseax vor ca. 250 Jahren entstand erfährt der Vergissmeinnicht-Teich sozusagen heute seine Taufe - die Oberfläche ist voll blühender Vergissmeinnicht! Die archaische Natur trifft, nur durch die Straße voneinander getrennt, auf ihren romantischen Gegenpart.

Das Nisga´a Museum im Nass Valley war trotz der Umbenennung von Greenville auf Laxgalts´ap leicht zu finden. Das Land der Nisga´a erstreckt sich über 1992 qkm und umfasst die Orte Gitlaxdamix, Gitwinksihlkw, Laxgalts’ap und Gingolx. Das Leben der Nisga´a, die dieses Tal bewohnen und ihre eigene Sprache sprechen, wurde durch den Ausbruch des Tseax in der Mitte des 19.Jahrhunderts gewaltig erschüttert. Die austretende Lava blockierte den kleinen Tseax-Fluss und vergrößerte den jetzt als Lava-Lake bekannten See auf seine heutigen Ausmaße. Es war nicht nur die rasch fließenden Lava, die für die Bewohner entlang des Nass-Flusses eine Flucht unmöglich machte, sondern vor allem die giftigen Gase, die zum Tode von über 2000 Menschen führten. Nur vier Bewohner der betroffenen Dörfer überlebten den Ausbruch des Vulkans, und die heutige Bevölkerung der Nisga´a besteht Großteils aus Nachkommen der außerhalb des Nass-Tales angesiedelten Dörfer.  Die Kultur der Nisga´a wurde durch dieses Naturereignis nachhaltig beeinflusst: ganze Dörfer waren ausgelöscht und der Zug der Lachse gestört worden, für viele Jahre - Lachs ist für die Nisga´a nicht nur überlebensnotwendiges Nahrungsmittel, sondern wesentlicher Teil ihrer Kultur.

Das Nisga´a Museum, Grund für unsere Reise in den Norden, wurde einem traditionellen Nisga´a Longhouse und einem traditionellen Festtisch - einer riesigen Schüssel mit genug Essen für alle - nachempfunden und 2011 eröffnet. Es ist ein sehr anziehender Bau, der da thront in moderner Glaskonstruktion auf altem Land, umgeben von majestätischen Bergen. Der Eingang zur Ausstellung stellt Txeemsim, Sohn des Herrschers des Himmels, als Raben dar, dunkelrot ist die kreisrunde Tür und wie ein Symbol für den Übergang vom 21.Jahrhundert in archaische Zeiten – kaum treten wir durch, starren uns im gedämpften Licht geschnitzte spirituelle Masken an, mit einer Intensität, die magische Bilder aus Urzeiten wachrufen. Kein Glasschutz blockiert das direkte und unmittelbare Aufeinandertreffen mit diesen Darstellungen übernatürlicher Wesen. Faszinierend! Gefolgt wird dieses erste Erleben mit einer sorgfältigen Auswahl an Stücken, die von den Museen in Ottawa und Victoria aufgrund einer Vereinbarung an ihre ursprünglichen Besitzer, die Nisga´a, retourniert wurden.

Bevor wir das Museum verlassen kaufe ich noch eine Ausgabe von Emily Carr „Klee Wyck“, die mich in den nächsten Tagen literarisch begleiten wird. In New Aiyanisch, nun in Gitlakdamix umbenannt, fotografieren wir noch die Totems und auf der Rückreise die grandiose Natur mit ihren Lavafeldern, eingebettet von schneebedeckten Bergketten.

In der Nacht stehen wir um 01.00 morgens auf, denn es soll Nordlichter geben, doch außer dem Großen Wagen inmitten des klaren Sternenzeltes und der Milchstraße sehen wir keine bewegten Farblichter am Firmament. Um 02.00 morgens sind wir wieder im Bett, erfrischt von der kühlen Nachttemperatur bin ich hellwach, und so lese ich in Emily Carrs „Klee Wyck“ weiter.

Totem Poles & Emily Carr

In Kitwanga, einem Dorf der Gitxsan Nation, treffen wir auf den Gitxsan Holzschnitzkünstler Monty Brown, der uns von seiner bevorstehenden Ausstellung in Deutschland erzählt - und von der indianischen Lebensweise der Zurückhaltung und der Schweigsamkeit, die bei ihm aber nicht so sehr ausgeprägt sei, denn zwar ist seine Mutter von hier, sein Vater aber aus Deutschland. Seine Redseligkeit habe er also von seinen deutschen Ahnen.

Ein Glück für uns, diese deutsche Redseligkeit, denn Monty weist uns nicht nur den Weg zu den Totem Poles von Kitwanga, sondern macht uns auch auf den abgebrochenen Flügel des Adlers aufmerksam. Der eine Flügel liegt nämlich am Boden, und wer ihn berührt, erlebt Magie auf seinen Wegen! Der verstorben Chief habe verboten, den Flügel wieder zu montieren, denn das bringe Unglück, aber die neue Generation diskutiert die Möglichkeit, den Totem wieder zu vervollständigen. Außerdem, wie solle Mr. Brown zu seiner Ausstellung nach Deutschland fliegen, wenn der Flügel des Adlers abgebrochen ist? 

Gleich nach der Brücke am Highway 37 führt rechts eine kleine Straße zu den 11 Totem Poles von Kitwanga, in der Sprache der Gitxsan als Gitwangak bekannt. Aufgereiht nebeneinander imponieren sie in ihrer Schlichtheit und schauen von weit oben auf die anglikanische St.Pauls Kirche gegenüber, die 1893 erbaut wurde.

In Kitwancool, das nun Gitanyow heißt und auch nur als solches ausgeschildert ist, denke ich natürlich sofort an Emily Carrs Aufenthalt im Jahre 1928. Carr, 1871 in Victoria, BC, geboren, kehrte nach ihren Studienjahren in Großbritannien in ihre Heimat zurück, um in die „Wildnis“ zu gehen und unter Indianern zu leben. Sie war fasziniert von der indianischen Kultur und begann Ende des 19.Jahrhunderts die noch vorhandenen Totems zu zeichnen. Emily Carr, als einzige Frau Mitglied der kanadischen Künstlervereinigung „Group of Seven“, verbrachte viele Jahre bei den verschiedenen Stämmen des Westens, von den Tlingit in Alaska zu den Haida auf Haida Gwaii und den unterschiedlichen Stämmen im nördlichen British Columbia.    Welche Mühsal die damals 57 jährige auf sich nahm, um die Totems zu malen! 7 Stunden in brühender Hitze auf dem Holzblock eines ratternden Holzwagens über die staubige Straße, eine Distanz, die wir heute in 15 Minuten zurücklegen. In Gitanyow, in dem man Autoritäten und Eindringlingen misstraute, hieß man die Künstlerin bei Gott nicht willkommen, sondern wies ihr einen Schlafplatz im Freien zu. Emily Carr malte die „Totem Mother“, vertieft und verzaubert von ihrer wilden und ungewöhnlichen Schönheit ließ sie sich weder von heftigen Regenfällen noch Stürmen abhalten, die Faszination der Totems auf Papier zu bringen.

Heute findet man in Gitanyow 15 Totem Poles, auch sie alle in einer Reihe, viele der Originale befinden sich in Museen und wurden durch Replika ersetzt. Der „Hole in the Ice“ Totem ist noch original erhalten und wurde 1850 aufgestellt, alle Totems zeigen unterschiedliche Grade von Verwitterung. Während mich die Schlichtheit der Totems von Kitwancool berührt, wirken die in Gitanyow mit ihrer Fülle an kunstvollen Schnitzereien fast überladen.

Wir fahren nach Stewart weiter, wo wir die Grenze zu Alaska passieren und in Hyder beim Fish Creek Ausschau nach den Grizzlys halten. Der Hotspot für die Beobachtung von Grizzlys schlechthin, ist doch der Fish Creek gefüllt mit Lachsen, und der hölzerne Steg, der den Bach entlang führt, Schutz und ideale Beobachtungsplattform. Doch es ist zu spät im Jahr, nur ein einziger Bär zeigt sich kurz in einem Kilometer Entfernung. So fahren wir zurück nach Stewart, wo wir in einem geräumigen Zimmer im Ripley Creek Inn übernachten und im Silverado Cafe unser Abendessen einnehmen – auch die meisten Restaurants haben am Saisonende bereits geschlossen. So ist der Salmon-Burger zwar schmackhaft, aber das Ambiente erinnert doch zu sehr an eine Bahnhofshalle. Dafür lockt am Morgen die Temptations Bakery & Deli nebst verführerischem Duft von frisch gebackenen Muffins mit ihrer charmanten Ausstattung. Nach Kaffee, Salmon-Bagel und Joghurt-Rasperry-Muffin machen wir uns auf den Weg Richtung Süden.    

Bärenstarkes Kanada & Steelhead Fishing

Adrenalin pumpt durch mein Nervensystem – noch nie war ich einem Bären in freier Wildbahn so nah wie in diesem Moment! Was mich trotzdem ruhig bleiben lässt: der Bär ist im Flussbett, ich auf der Brücke über ihm, um mich an die zehn Personen. Im gemeinsamen Tempo wechseln wir von Straßenseite zu Straßenseite und folgen somit dem Weg des Bären, der im Flussbett unter der Brücke am Hannah Creek, kaum 10 Minuten südlich der Kreuzung des Highway 37 mit dem Highway 37 a, hin-und herwandert. Und da kommt der zweite Grizzly. die „Experten“ unter uns vermuten, dass es sich um Zwillinge oder zumindest Geschwister handelt, da sie keinerlei Abwehr im Angesicht des Futterkonkurrenten zeigen. Wobei, Konkurrenz? Der Fluss ist voll mit Sockey-Lachsen!

Eine idyllische Szenerie: der Rabe scheint dem Bären eindringlich mitzuteilen, dass er hungrig sei. Der Bär fasst sich einen Lachs, frisst in Ruhe, zieht ein bisschen weiter, und schon sitzt der Rabe auf den Lachsresten, um sich endlich auch den Bauch vollzuschlagen. Es ist der letzte Lachszug in diesem Jahr, später als üblich. Wir Beobachter verhalten uns sehr ruhig, unterbrochen wird die Stille vom Klick-klick der Kameras – bis ein LKW in hohem Tempo über die Brücke rast. Sein Dröhnen ist noch nicht verhallt, als wir einen Grizzly in zu großer Nähe auf der Straße sehen. Justin, vielleicht 8 Jahre alt, macht Stimmung: wisst Ihr, wenn der Bär auf uns zukommt, müssen wir bloße alle ganz dicht beieinander stehen bleiben, dann sind wir sicher! Seine schreckgeweiteten Augen lassen vermuten, welchen Gedanken er wirklich hat.

Bei der Rückfahrt machen wir nochmals Stopps in Gitanyow und Kitwanga, um die Sammlung so unterschiedlicher Totem Poles auf uns wirken zu lassen, dann setzen wir unser Reise fort zur „Totem Pole Capital of the World“, wie die Hazeltons und ihre umliegenden Dörfer genannt werden. In Kispiox weist nur ein kleines Schild zu den Totems, die am Ortsrand unbeachtet ihr Dasein zu fristen scheinen. Wir sind die einzigen Besucher, die ihre Aufmerksamkeit auf diese faszinierenden Pole richten.

Der Moricetown Canyon ist ein Muss für den Reisenden – zu beeindruckend ist die Wassermenge, die durch die enge Schlucht gepresst wird. Hier sehen wir auch Mike, einen  Fischer der Witsuwit´en First Nation,  der am Ende seines Tagwerks angelangt ist. 17 Steelheads hat er auf traditionelle Weise aus dem Fluss beim Moricetown Canyon gezogen, nun macht er sich mit seinem Fang auf den Weg nach Hause. Es sind die Bewegungen eines müden Menschen. Den ganzen Tag steht er am Rande der Schlucht und taucht sein Netz in die Wassermassen, um so die Fische zu fangen. Dem Beobachter bleibt der Atem weg, wenn ein Steelhead sich darin verfängt und aus der dröhnenden und gurgelnden Wassermenge gezogen wird. Unvorstellbar der Kraftaufwand, das zappelnde Tier mit einer Länge bis zu 65 cm und einem Gewicht bis zu 20 kg dem Wasser zu entreißen und in die Höhe zu ziehen, immer wieder, den ganzen Tag lang. Umso betroffener macht die Box, die auf dem Felsen abgestellt ist: „Coffee-money: I have to feed five children“. Und sie ist leer, bis auf die paar Dollars, die ich einwerfe. Denn der Verkauf ist ihm verboten, der Fang dient nur dem Eigenbedarf der Familie.  

Kitimat & Kitamaat Village

Von Moricetown fahren wir nach Smithers, wo wir in der Hudson Bay Lodge übernachten. Nachdem wir im Zentrum von Smithers noch einkaufen waren – ich brauche eine regendichte Überhose für die Schiffsreise zu den Spirit Bears, und ein neues Buch über die Geisterbären ist auch eben erschienen - starten wir im gemütlichen Ambiente der Lodge den Abend mit einem Hudson Bay Beer. Zum Abendessen wählen wir – na klar! – Lachs. Das Frühstück nehmen wir bei den „Two Sisters“ in Smithers ein, ein inspirierendes kleines Café, in dem uns Besucher von einem Spirit Bear erzählen, der im Gebiet von Cedarvale beheimatet ist. Etwa 14 Kilometer westlich von Smithers machen wir einen Stopp bei der Toboggan Creek Fish Hatchery. Der Toboggan Creek hat seinen Ursprung in den Gletschern des Hudson Bay Mountain nahe der Anlage für die Aufzucht von Lachsen. Dieses klare und kalte Wasser ist ideale Basis für die Zucht von Coho und Chinook Lachsen, bevor sie in die Gewässer des Tales tauchen und ihren Weg in den Pazifik finden.

In Cedarvale im Seven Sisters Park halten wir natürlich Ausschau nach dem geheimnis-umwobenen Spirit Bear, dem Geisterbären. Bloß, wo ist Cedarvale, die Ortschaft, die auf der Landkarte am Highway angeführt ist? Ich sehe das Ortsschild, aber keinen Ort, also bleiben wir bei dem einzigen Haus am Rande des Highways stehen. Die Dame, die mir die Tür öffnet, ist sehr freundlich, und als ich sie frage, wo Cedarvale nun sei, meint sie: Das hier ist Cedarvale! Okay, es gibt doch noch mehr Häuser in Cedarvale, aber die sind nicht am Highway gelegen, dafür müssten wir zurückfahren und eine nicht asphaltierte Seitenstraße nehmen. Nun, unser Interesse liegt ja auch nicht so sehr an Cedarvale, sondern am Geisterbären! Und die Dame nennt mir den Platz, an dem er zuletzt gesehen wurde. Wir biegen also in die Flint Road ein, doch schon nach wenigen 100 Metern geht die Straße in einen breiten Weg über, der zu einem Pfad wird, und Schlaglöcher und dichtes Gestrüpp machen die Entscheidung leicht – Umkehr!

Unsere Reise führt uns zum Lakelse Lake, an dessen Ufern wir ein sonniges Plätzchen finden und die Ruhe und Stille bei einem Picknick genießen.

Letzte Etappe, bevor es nach Prince Rupert zurückgeht, ist Kitimat, in Prospekten mit Fotos eindrucksvoller und mächtig wirkender Totems beworben. Die erste Herausforderung, die sich uns stellt, ist das Quartier – beim Fremdenverkehrsamt teilt man uns mit, dass Kitimat aufgrund der vielen Fischer um diese Jahreszeit fast immer ausgebucht ist, aber der Herr ist so freundlich, ein paar Quartiere für uns anzurufen. Als es bei der dritten Unterkunft „Zimmer frei“ heißt schlagen wir zu und fahren zum Kitimat Hotel. Bereits die Außenansicht dieses „Hotels“ lässt den Grund erahnen, warum hier noch Zimmer frei sind, der Eingang ist schon gar nicht zu finden. Schließlich fragen wir beim Liquor Store nach, und siehe da, wir sind fündig geworden, denn die Rezeption ist gleichzeitig die Verkaufsschank für Alkohol. Ein freundlicher Asiate, kaum der englischen Sprache mächtig, führt uns aus dem Liquor Store um das Gebäude herum, sperrt eine riesige Tür auf und führt uns über verschachtelte Gänge zum „Zimmer“. No, sorry Sir! Nach ein paar Telefonaten haben wir eine ansprechende Unterkunft in einer Lodge für die Nacht gefunden und machen uns auf die Suche nach den Totems. In Kitimat sind sie nicht, denn Kitimat ist eine sehr junge Stadt, erst 1950 von der Alcan Aluminium Company im Zusammenhang mit dem Kenney Staudamm geplant und gebaut als Unterkunft für die Arbeiter des Hüttenwerks. Die Totem Poles sind in Kitamaat Village, Heim der Haisla und ca. 11 km südlich von Kitimat an den Ufern des Douglas Channel. Ursprünglich waren die Haisla auf ca. 13 000 qkm ausgebreitet, heute haben sie nach einem Regierungsbeschluss von 1905 gerade noch 7 qkm – und diese 7 qkm suchen wir nach den Totems ab, von denen wir nur die Fotos in der Broschüre kennen. Nun, Totems verbergen sich ja nicht wirklich, sind oft weithin zu sehen oder prominent platziert, doch diese Totems sind nicht aufzufinden. Schließlich fragen wir einen Haisla und der meint: Totem? Oh – einer ist umgefallen, der andere steht bei der Feuerwehr. Die Feuerwehr ist schnell gefunden, einsam ragt ein Totem in die Luft, der andere liegt verwitternd und überwuchert am Boden -   wenn ein Totem umfällt, lässt man ihn aus einer Tradition heraus liegen. Erst nach meiner Reise habe ich auf der Seite der Haisla Community gelesen, dass der G'psgolox Totem Pole, der 1929 entfernt wurde, im Museum of Ethnography in Stockholm gefunden wurde und 2006 nach Kitamaat Village zurückgebracht wurde. Als Dank schnitzten die Haisla einen neuen Totem Pole für das Museum in Stockholm.

Das Ende unsere Reise ist Prince Rupert – wir besuchen das Museum of Northern BC, das in einem prachtvollen Bau im Stile eines Nordwestküsten-Longhouses untergebracht ist und exzellente Ausstellungsstücke präsentiert. Unser Abendessen nehmen wir im Smiles Seafood Cafe ein, und am nächsten Morgen geht es zurück nach Vancouver, um unsere Reise zu den Spirit Bears, den Geisterbären im Great Bear Rainforest, zu starten.
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